Long time no see

Manchmal rast das Leben in einer atemberaubenden Geschwindigkeit an dir vorbei und du merkst es nicht mal. Auf einmal ist Weihnachten oder Geburtstag oder etwas nicht ganz so Erfreuliches da; direkt vor deiner Nase.
Manchmal kannst du dich deswegen nicht auf alles vorbereiten. „Das Leben ist passiert“, sagst du dann zu Freunden, die du lange nicht gesehen hast.
Manchmal fragst du dich, wie oft du dich noch mit den Worten „Es war einfach so unglaublich viel los“ entschuldigen wirst, bei so vielen Menschen, die zwar Platz in deinem Kopf, aber nicht in deinem Terminkalender hatten.

Dabei war doch gar nicht so viel los. Es gab Momente, in denen du auf dein Handy gestarrt und Gedanken an die falschen Menschen verschwendet hast und in denen du einfach nicht wusstest, was gerade gut für dich ist. Wo ist der kleine Abstand zwischen Entschuldigung und Ausrede; wo ist die Grenze, die bei Überschreitung Freundschaften strapaziert? Wenn du ehrlich bist, weißt du, dass du dich hast davonschwemmen lassen, von Kleinigkeiten, denen du erlaubt hast, dein Leben schleichend zu übernehmen.

Schluss damit.

Es ist ein neues Jahr und nichts ist klischeehafter, als dieses mit Vorsätzen zu beginnen. Die ganz unabhängigen und durchgehend motivierten Menschen sagen dir, dass du „jeden Tag neu anfangen“ kannst und „nur die Entscheidung zählt“. Ganz egal. Vielleicht brauchst du diesen Augenblick der Besinnung und die Möglichkeit, die Tage zu zählen, die du samt Vorsätzen schon durchgestanden hast. Was auch immer es ist, wie klein du auch anfängst – es kann nur besser werden. Ein Sprichwort, das mir gefällt, ist „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung“. Unabhängig davon, wie lange es dauern wird, hat dein Kopf schon längst erkannt, dass das Herz eine Veränderung braucht. Und nur du kannst diese Veränderung herbeiführen – wenn du eben soweit bist.

Ich möchte mehr Zeitung lesen, Nachrichten bewusster hören und sehen, nachhaltiger leben, Tiere am Leben lassen, Momente anders wahrnehmen. Ich wünsche mir, dass ich alle Jahreszeiten genau so sehr liebe wie im letzten Jahr und dass sich manche meiner Kopfgespenster endlich auflösen, auf dem Weg durch 12 lange Monate, die sich am Ende doch nur wie ein paar Wochen anfühlen werden. Ich will ein bisschen mehr „Ich“ in dem Dschungel aus „Wir“ und „Du“ und „die Anderen“.

Zwing‘ dich zu nichts, was du nicht willst. Zwing‘ dich zu den Dingen, die du willst, aber nicht zu können glaubst.
Vielleicht ist das meine Lösung für dieses Jahr, oder eben auch für immer.

Und: Tu‘, was NUR du willst.
Daran arbeite ich noch gehörig, denn das gehört zu Kategorie zwei der Zwinge-Dinge. (siehe oben, falls Wortwahl verwirrend.)

Happy new year, folks.

xxx

Advertisements

Ein Gedanke zu “Long time no see

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s